Rebellin
Die wehrhafte Schiffersfrau, eine „Rebellin“ jagt den plündernden napoleonischen Soldaten ihre Beute ab. Eine wahre Geschichte aus dem damaligen Oberndorf-Laufen.

In diesem Umfeld entstand „Stille Nacht!“

Das Weihnachtslied „Stille Nacht!“ ist selbst ein Friedenslied.
In den Historienspielen kommen 200 Jahre nach der Grenzziehung Friedensengel auf die Welt und mahnen den Frieden ein.

Die Stille-Nacht-Historienspiele in Oberndorf-Laufen am ersten und zweiten Adventwochenende stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Friede den Menschen auf Erden“ und zeigen in szenischen Aufführungen den Kontext jener Zeit, als das Weihnachtslied erstmals in Oberndorf erklang. Es war eine Zeit nach den kriegerischen Auseinandersetzungen der napoleonische Kriege. Oberndorf und Laufen waren durch die Grenzziehung besonders arg betroffen.

Es wird in diesem Adventsingen die Armut der Schifferfamilien aufgezeigt. Die Familien wurden durch die politische Entscheidung vor genau 200 Jahren zerrissen. In diesem Jahr entstand auch der Text zum Weihnachtslied, das sodann 1818 erstmals in Oberndorf erklang.

In diesem Historienspiel bringen die Engel die Friedensbotschaft auf die Welt zurück. Das heute so aktuell wie damals. Zugleich verbindet eine neue Beziehung zwischen einem Bayern und einer Oberndorfer Schifferstochter beide Länder. Das Historienspiel in Oberndorf und Laufen ist auch ein Adventsingen, in dem die Adventbräuche, wie das Anglöckeln oder das Marienbildtragen szenisch eingebunden sind. Es wird auch die Liedentwicklung zu „Stille Nacht!“ zu sehen sein. Insgesamt ein Ereignis, die, so wie das Lied selbst die Menchen tief berührt. Eine besinnliche Einführung in den Advent. Sie beginnt mit dem Stille-Nacht-Themenweg mit einer historischen Einführung bei der berühmten Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf, führt mit vier szenischen Stationen zum stimmungsvollen Christkindlmarkt in Laufen.

Das Historienspiel selbst wird in der Salzachhalle Laufen aufgeführt.

Der Friedensengel
In einer Zeit der kriegerischen Auseinandersetzungen erschienen vier Friedensengel und erinnerten die Menschen an den Frieden in der Welt.

Das Historienspiel erzählt die Liedentstehung

Nach den napoleonischen kriegen und dem Niedergang der Salzachschifffahrt war die Bevölkerung von Oberndorf und Laufen bettelarm. Zu den Oberndorfer Schiffern kam der Kooperator Joseph Mohr. Er und sein Freund, der Arnsdorfer Lehrer und Organist schufen das Lied aus der Not heraus. Dies erzählen die Stille-Nacht-Historienspiele.

Die Hirten


Die Laufener Anglöcklersänger begrüßen die Besucher mit dem Adventlied „Gott griaß enk Leutl’“.

Die Hirtenkinder


Und die Hirtenkinder begleiten mit ihren Advent- und Weihnachtliedern in ihren hellen Stimmen durch die Veranstaltung.

Die Napoleon-Soldaten


Der napoleonische Obergeneral Moreau, der einst im Schloß Laufen residierte, lässt sich die Karten von Salzburg vorlegen und plant die Schlacht vom Walserfeld.

Der Obergeneral


„Die Rebellin von Laufen“ erreicht beim Obergeneral den Abzug der napoleonischen Truppen und rettet so die gesamte Stadt vor weiteren Gräueltaten.

Schiffer


Die Laufener Schiffer führen mit ihren kurzen historischen Prologen die Zuseher durch die Historie der geschichtlichen Entwicklung.

Kampfhammer


Schließlich entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen dem Münchener Arzt Dr. Ludwig Kapfhammer, dessen Mutter aus Oberndorf stammt, und der „Rebellin von Laufen“. Auch Vikar Joseph Mohr vermittelt.

Friedensengel


Die Friedensengel bitten in ihren Fürbitten und dem gesungenen „Vater unser“ für eine friedvolle Welt.

Gruber-Mohr


Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr entwickeln gemeinsam „Stille Nacht!“, das sie am Heiligen Abend 1818 in Oberndorf erstmals erklingen lassen.