Die Gruber Mohr Ausstellung:

Die Ausstellung
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"Die Visionen von zwei jungen Menschen"

Präsentation „Stille Nacht!“ begreifen

Gegenstände, Möbel, Instrumente und Partituren, Porträts, illustrierte Biografietafeln aus der Zeit um 1820 von Franz X. Gruber und Joseph Mohr im Saal der Kleinkunstbühne in der Salzachhalle Laufen


Multimediashow „Die Visionen von zwei jungen Menschen“

Video auf Projektionsflächen in 15 Minuten. Erzähler führt vor dem Hintergrund des alten Oberndorf durch die Videoinstallation: Werdegang des jungen Gruber (geht in seinen Stationen immer näher auf Oberndorf zu. Werdegang des jungen Mohr (geht in seinen Stationen ebenfalls immer näher auf Oberndorf zu). In den letzten Einstellungen treffen beide in Oberndorf einander und schaffen das Weihnachtslied. Hintergrund: junge Menschen auch aus bescheidenen Verhältnissen können Großes schaffen, wenn sie Visionen haben und an sich arbeiten.

Der Film bildet eine Hinführung auf das szenische „Stille-Nacht!“-Historienspiel auf einer technisch anderen Ebene, der filmischen. Die Handlung zeigt die Visionen von zwei jungen Menschen, die aus einfachen Verhältnissen stammen und in einer armen Zeit aufwachsen. Ihre großartige Begabung und der Wille, etwas zu schaffen, sind jedoch stärker als die Möglichkeiten, die sie aus ihren Elternhäusern erfahren können.

Zwei Buben mit starken Visionen

Vor allem: sie haben sehr starke Visionen und einen enormen Willen, sich zu bilden. Trotz großer Not und nahezu unüberbrückbarer Hürden gelingt es ihnen, als Lehrer und Organist und als Priester in angesehen bürgerliche Stellungen zu gelangen. Dabei bleiben sie immer im Inneren einfache Menschen und gläubige Christen. Die Geschichte zeigt, wie sich beide Menschen unaufhaltsam getrieben von ihren Visionen aufeinander zu bewegen, ohne voneinander zu wissen. Schritt für Schritt, Lebensabschnitt für Lebensabschnitt, bewegen sie sich aus Hochburg im Innviertel und der Stadt Salzburg – beide Orte liegen etwa 20 Kilometer von ihren späteren Wirkungsstätten Arnsdorf und Oberndorf entfernt – aufeinander zu. Ihre Ausgangslage als Kinder könnte unterschiedlicher nicht sein: Gruber lebt in einer wohlbehüteten Familie, wird aber in seiner Vision vom Vater stark behindert, weil er Bauer und Leinenweber werden sollte; die Mutter hingegen fördert den Buben. Mohrs Mutter fristet als alleinerziehende Mutter mit drei ledigen Kindern in tristen familiären Verhältnissen ihr Leben, Mohr wird aber vom Domprobst, an Vaters Stelle, gefördert.

In dem Film wird das Zueinandergehen nicht nur inhaltlich textlich, sondern auch dramaturgisch und seitens der Bildgestaltung dominant gezeigt. DerErzähler führt ruhig durch die Geschichte. In Oberndorf treffen sie sich sodann. In der Schlussszene bringt es der Zufall zustande, dass beide gemeinsam ihr größtes Werk, das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ schaffen. Gezeigt wird eine Szene aus der Liedentwicklung. Die aktive szenische Handlung spielt auf der jeweiligen Projektionsfläche, die anderen beiden Projektionsflächen zeigen derweilen Standbilder, die zu den nächsten Szenen hinführen.

Die Ausstellung ist an den Spieltagen des „Stille-Nacht-Historienspieles“ geöffnet. Eintritt frei.